Die Obere Steinmühle bis zum Jahr 1927

Antrieb: Wasserrad

Übersetzung: Gussräder mit Holzrahmen

Getreidereinigung : Eine Windfege

Vermahlungsmaschine: Ein Steinmahlgang

Siebmaschine: Ein Sechskantsichter

Das Getreide wurde mit der Windfege gereinigt und anschließend auf den Trichter des Steinmühlganges geschüttet, hier wurde es gemahlen. Das Mahlgut lief gleich in die Siebmaschine, das Mehl fiel in den Mehlkasten und wurde von dort in einen Sack geschaufelt. Die Kleie verließ die Maschine durch den Kleiekotzer.
Da die Siebmaschine im Kellerbereich der Mühle stand, war sie immer einer hohen Feuchtigkeit ausgesetzt. Wurde die Maschine über mehrere Tage nicht genutzt, bildete sich Schimmel in dem Mehlkasten. Zur Zeit der Hexenverbrennungen hat man diesen Zustand mit bösen Geistern in Verbindung gebracht. Da diese Geister nur durch die Öffnung eintreten konnten wo die Kleie die Maschine verlies, hat man dort eine furchterregende Fratze angebracht, die auch die bösen Geister abweisen sollte den sogenannten: „Kleiekotzer“.

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